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Re: Herberge
von Duncan am 17.12.2014 23:24"Frieden herrscht niemals für die Ewigkeit." sagte ich leise und folgte ihr durch den Schankraum.
"Doch solang ich euch Diene werde ich jeden, der euch böses will, vernichten."
Versprach ich ihr.
Es überraschte mich, das sie vor meinen Narben und meinen Augen nicht zurück schreckte. Ich war soetwas schon lang nicht mehr gewohnt.
//Vielleicht kann ich es hier doch länger aushalten, als ich erwartet hatte.// dachte ich und ging zu den Stallungen.
"Ich muss noch meinen treusten Freund holen, Herrin" sagte ich und ging auf mein riesiges, schwarzes Streitross zu.
Er hatte mich bereits durch so manche Schlacht getragen und auch diesen Weg würden wir nur gemeinsam bestreiten.

Ich bin müde geworden. Meine Augen haben viel gesehen. Meine Ohren haben viel gehört. Ich gehe dorthin, wo ich alle wiedersehe, die ich gesucht habe
Re: Herberge
von Duncan am 17.12.2014 23:10Als sie mir ihren Namen nannte, zuckte ich unmerklich zusammen.
Ich war in den Diensten der Königin der Nymphen selbst getreten. Eine ehre, die ich nie erwartet hatte.
Sie reichte mir ihre Börse und zögernd nahm ich diese.
"Ich danke euch herfür, Herrin." sagte ich und zog meine Kapuze etwas hinunter, damit sie mir ins Gesicht blicken konnte.
Sie sollte wissen, wofür sie ihr Geld gab. Meine schwarzen, dämonengleichen Augen blickten ihr geradewegs ins Gesicht.
"Ich bin Duncan." sagte ich leise und erhob mich.

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Re: Herberge
von Duncan am 17.12.2014 22:52"Ich bin nicht billig." erwiederte ich und sah zu, wie sie tapfer ihren letzten Schluck runterwürgte.
Ich brauchte dringend Arbeit und niemand verlangte ja von mir, auf ewig hier zu bleiben. Und wie ich schon sagte, etwas Ruhe würde mir auch gut tun.
"Aufgrund das mein Leben wohl nicht ernsthaft in Gefahr geraten wird, können wir uns sicher einigen.
Ich erhob mich und verbeugte mich ellegant. Immerhin hatte auch ich einst so etwas wie Erziehung genossen.
"Ich bin der Eure, wenn Ihr mich nehmt, MyLady."

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Re: Herberge
von Duncan am 17.12.2014 22:37Bei ihren Worten lehnte ich mich vor.
"Ich habe nichts gegen ein wenig Ruhe." sagte ich zu ihr ehrlich.
"Ich sah genug große Schlachten für mehrere Leben. Etwas Ruhe und Frieden würde mir gut tun. Allerdings bezweifle ich, das man in solchen Zeiten wirklich einen Söldner wie mich benötigt."
Ich sah wieder zu dem lärmenden Burschen.
"Es braucht keine Kriegserfahrene Krieger um solche Unrhestifter in ihre Schranken zu weisen."
Dann sah ich meine Tischnachberin wieder an.
"Doch wenn ihr eine Arbeit für mich wisst, dann lasst es mich wissen. Selbst ich kann nicht nur von Luft und Staub leben."

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Re: Herberge
von Duncan am 17.12.2014 22:21"Nein, das wirklich nicht." meinte ich nur leise und nahm noch einen Schluck. Je mehr man von der Blürre trank, um so besser schmeckte es.
"Ich bin das, was man im allgemeinen einen Söldner nennt." antwortete ich ihr ehrlich.
"Ich verkaufe mein Schwert an jene, die gut dafür zahlen. Also kann man wohl behaupten, das ich auch nicht besser bin als euer netter Freund, der euch dieses hübsche, kleine Feilchen geschenkt hat."
Ich lehnte mich zurück und sah sie nachdenklich an.
"Ihr kennt nicht rein zufällig jemanden, der ein starkes Schwert gebrauchen könnte?"
Ich trank den letzten Schluck aus meinem Krug und stellte ihn wieder vor mir ab.

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Re: Herberge
von Duncan am 17.12.2014 22:03"Dann also eine Diebin?" fragte ich und sah sie nachdenklich an.
"Nein, wie eine Diebin seht ihr mir nicht aus." befand ich und trank noch einen Schluck aus meinem Krug.
Erneut wanderte mein Blick zu den anderen Gästen der Taverne und ich beobachtete eine kleine Gruppe junger Männer die laut Lachend ein Würfelspiel spielten. Wobei einer der vier die ganze Zeit über betrügte.
"Ich kann von mir behaupten, viele Diebe, Betüger und Halunken begegnet zu sein. Ihr jedoch gehört zu keiner dieser Arten."
Nahm ich das Gespräch wieder auf und sah ihr geradewechs in die Augen.
"Kein Schurke wäre so dumm gewesen, sich in den kleinen Streit der Maid einzumischen. Zumahl sie für solche Art von Schwierigkeiten stets einen kleinen Geldbeutelschneider versteckt am Körper trägt."

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Re: Herberge
von Duncan am 17.12.2014 21:47Ich brustete der Lady zu und trank einen großen Schluck. In der Mimik meines Gegenüber konnte ich erkennen, das ihr das Gebräu nicht schmeckte, doch sie gab sich die größte Mühe, es sich nicht anmerken zu lassen.
"Ist einem armen Reisenden die Frage gestattet, was eine so hoch gestellte Lady in einer solchen Spelunke führt?"
fragte ich sie. Überrascht starrte sie mich an und ich deudete auf ihre Kleidung.
"Der Stoff ist zu fein, als das sie einer normalen Magd gehört. Welche Stellung tragt ihr inne? Zofe? Lehrerin?"
Es kam nur selten vor, das ich so viel Sprach, daher überraschte mich meine Neugierde selbst.
Meine Augen huschten erneut über ihr Gesicht. Irgendwie konnte ich sie mir nicht als einfache Dienerin vorstellen.

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Re: Herberge
von Duncan am 17.12.2014 21:25Ich sah wie sie ihre Börse herauskramte und mich fragte, ob ich noch etwas trinken wolle.
Kurz dachte ich daran, abzulehnen und war realistisch genug, um zu wissen, das ich ohne Gold nicht sehr weit kam.
Und ich hatte tatsächlich noch etwas Durst, so nickt ich schließlich.
"Ihr schuldet mir zwar nichts, MyLady, aber ich nehme dennoch dankend an."
sagte ich leise und gestattete mir kurz, ihr Gesicht näher anzusehen.
Sie hatte etwas erhabenes an sich. Fast, als wäre sie von edlerem Blut als die meisten Adligen, denen ich zu begegnen das Pech hatte.

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Re: Herberge
von Duncan am 17.12.2014 21:10Als der Trottel sich endlich gedrollt hatte wandte sich die Zofe mir zu und bedankte sich freundlich bei mir. Ich bemerkte ihre Versuche unter meiner Kapuze zu schauen und senkte den Kopf etwas. Sie hatte genug Aufregung für einen Abend gehabt.
"Es gibt nichts, wofür ihr euch bedanken müsst, Miss." sagte ich leise und kramte aus meinem Geldbeutel die letzen Münzen hervor und gab sie der Schankmaid.
"Für deine Mühen."
sagte ich freundlich und blickte auf das junge Ding herunter. In ihren Augen konnte ich noch immer die Angst sehen.
Schnell nahm sie meine Münzen und sah zu, das sie sich aus meiner Reichweite brachte.
"Ihr solltet vorsichtiger sein, Mylady. Man weiß nie, welch üble Kreaturen die Nacht ausspuckt."
sagte ich an der Zofe gewand

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Re: Herberge
von Duncan am 17.12.2014 20:53Die Zofe erhob sich nach einer Weile und wollte die Taverne wohl verlassen.
Doch auf halben Weg wandte sie sich einem albernen Geplenkel zwischen der Maid und ihren Gästen zu und tat einen schweren Fehler. Sie mischte sich ein.
Ich musste gestehen, ihren Spruch, den sie so einem Besoffenen Trottel eindrückte fand ich ganz amüssant, aber dafür bezahlte sie schwer.
bis in meinem hinteren Winkel konnte ich den Schlag hören, der ihr hübsches Gesicht traf.
//Das war es wohl, mit meinem schönen Abend// dachte ich seufzend und erhob mich.
Gerade als der Fremde erneut seine Hand hob, um sie zu schlagen, packte ich sein Handgelenk.
"Immer ruhig bleiben, mein Freund. Wir wollen doch nicht, das jemand zu Schaden kommt." sagte ich mit ruhiger Stimme und drückte sein Handgelenk so fest, das man es laut und deutlich knirschen hören konnte.
Die Beleidigungen, die er darauf hin ausstieß ignorierte ich geduldig und trat noch einen Schritt näher an ihn heran.
"Ich bin mir sicher, hierbei handelt es sich nur um ein Missverstännis, nicht wahr mein Freund?" fragte ich ihn leise dorhend und sah mit meinen schwarzen Augen auf ihn hinab. Wie erwartet bekam der kleine Narr es mit der Angst zu tun und nickte eifrig. In diesem Stadium hätte er alles getan, was ich von ihm verlangte.
"Und jetzt entschludigst du dich bei den beiden Damen und verschwindest."

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