Springbrunnen
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Re: Springbrunnen
von Duncan am 15.01.2015 17:07Eine Weile stand ich schweigend da und sah auf der Stelle, wo noch vor wenigen Augenblicken der junge Ritter saß.
Seine Worte gefielen mir gar nicht, spielten sie mir doch eine Rolle zu, die mir nicht stand.
Verdammt noch eins ich hatte nicht darum gebeten, das der junge Prinz mich in sein Herz schließt. Ich wusst noch nicht einmal, was ich damit anfangen sollte. Und es passte mir auch nicht, das man mir anscheinend auf diese weise auch noch die Verantwortung für seine Gefühlswelt aufbürtete.
Gefühle! Nutzlose Dinger die einem das Leben nur sinnlos erschwerten. Wozu sollte Liebe gut sein? Mir hatte sie jedenfalls nie etwas gebracht.
Und wie sollte ich jetzt mich Verhalten? Der Geist meinte, es würde dem Nymphenprinz gar nicht gut bekommen, doch andererseits konnte ich mir nicht vorstellen das meine Anwesenheit ihm wirklich helfen würde.
Ich wusste wirklich nicht weiter. Es war nicht wirklich mein Gebiet.
//Dieses verdammte Herumgrübeln wird mir auch nicht weiterhelfen!// dachte ich und ging in Richtung der Ställe.
Ich musste einfach erst einmal hier weck!

Ich bin müde geworden. Meine Augen haben viel gesehen. Meine Ohren haben viel gehört. Ich gehe dorthin, wo ich alle wiedersehe, die ich gesucht habe
Re: Springbrunnen
von Samuel am 15.01.2015 14:23Ich blieb stumm und hörte ihm zu. "Wenn ihr denkt, dass mein Prinz so schnell vergisst, dann kennt ihr ihn nicht lange. Ich bin nun eine lange Zeit tot und noch immer hängt sein Herz irgendwie an mir.", sagte ich und seufzte etwas, "Ich bin erst erlöst, wenn er mich vergisst und eine neue Liebe findet. Auch wenn es ein Mann wie ihr es seid ist." Ich setzte mich auf den Rand des Springbrunnens und verschränkte die Arme.
"Ihr könnt gehen, fliehen, wie ihr es nennen mögt. Solltet ihr jedoch wiederkommen, dann wundert euch nicht, solltet ihr eine gefühlslose Hühle trefft. Eine wie ihr es seid. Denn das wird passieren und euch wird für immer die Chance verwehrt geliebt zu werden. Denn seine Gefühle sind noch rein. Ihr müsst ihn nicht lieben, nur versucht ihm ein Freund zu sein.", erklärte ich ihm und sah auf meine Hände, "Meine Zeit ist begrenzt und so werde ich nun wieder auf meinen Wachposten zurück kehren." Mit diesen Worten verbeugte ich mich leicht, schloss die Augen und verschwand.

Re: Springbrunnen
von Duncan am 12.01.2015 19:15Stumm ließ ich ihm seine Gefühlsregung ausleben. Was kümmerte es mich? Schweigend beobachtete ich die Runden, die er um den Brunnen machte. Ich kannte diese Ruhelosigkeit. Einst war auch ich so gewesen. Doch das war nun schon sehr lange her.
Als ich ihm dabei zusah, wie er Runde um Runde um den Brunnen ging, verstand ich mit einem mal.
"Ich kann euch versichern, dass es nie in meiner Absicht lag, euren Prinzen schaden zu zufügen." sagte ich leise und fixierte den jungen Mann vor mir.
"Doch ich kann euch versichern, dass sein Leid schnell enden wird." langsam ging ich auf einen der Bäume zu und lehnte mich dagegen.
"Es ist jediglich eine Art Vernartheit, die den jungen Herren befallen hat. Sie wird vergehen und er wird vergessen."
Es lag einfach in der Natur der Sache.
Man liebte mich nicht!
"Und es ist für seine Genesung besser, wenn ich in der Zeit weit fort bin." sagte ich leise zu mir selbst.
Die Reise zu den Orks erschien mir in diesem Moment nützlicher, als je zuvor.
//Er wird erstarken und mich vergessen. Es wird das beste sein.//
Noch einmal blickte ich zu seinem Fenster hinauf. Noch immer konnte ich nicht verstehen, was es war, was sein Interesse geweckt hatte. Es ergab keinen Sinn!

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Re: Springbrunnen
von Samuel am 12.01.2015 18:57"Das ist eine verdammt gute Frage", konnte ich ihm nur als Abtwort geben, denn ich wusste es selbst nicht.
"Eskil sieht ihn in seinen Träumen, anders geht es nicht für ihn.", murmelte ich und sah ihn fast knurrend an, als er von Gift in einer Wunde sprach. Kurz blieb mir die Luft weg, als mich das Gefühl durchströmte, welches ich bei meinen letzten Atemzug gespührt hatte.
"Mir würde es auch nichts bringen. Ich will nur endlich Frieden finden und das kann ich nur, wenn ich jemanden in vollkommenden Sicherheit weiss.", meinte ich ehrlich und stand auf. Ich stellte mich vor ihn hin und musterte ihn. Was fand mein Prinz an ihm? Vielleicht die Gefahr, die er ausstrahlte, das geheimnisvolle? Ich schnaubt etwas und fuhr mir durch meine Haare. Ich drehte eine langsame Runde um den Springbrunnen und summte etwas vor mich hin. Ich hatte es dem Prinzen nach unser ersten Verwinigung vorgesungen. Er war sofort eingeschlafen, obwohl er die Worte nicht verstanden hatte. Es war kein Schlaflied, kein Liebeslied. Es war eine Rachelied, welches mein Vater nach der Ermordung unseres gesamten Volkes gesungen hatte. Er hatte mich in dieses Königreich gebracht und war als normaler Schmied gestorben.

Re: Springbrunnen
von Duncan am 09.01.2015 00:37Kurz blickte hinauf zu dem Fenster des jungen Prinzen.
Meine Antwort schien ihn doch ernster getroffen zu haben, als ich erwartete. Andererseits war er ein recht Leidenschaftlicher Junge, der schon zu viel erlebt hatte, um mit Ablehnung umgehen zu können.
Doch was hätte ich denn tun sollen? Eine Lüge hätte ihn ebenso verletzt wie die Wahrheit.
Stumm wandte mein Blick wieder dem Fremden zu.
"Und was denkt ihr, soll ich in dieser Angelegenheit unternehmen?" fragte ich ihn schnaubend. Ich war gewiss der Letzte, den der junge Eskil zu sehen sich wünschte. Erneut kam mir der Leibwächter in den Sinn, von dem er mir erzählt hatte.
"Nicht ich bin es, den zu sehen er sich wünscht. Ich kann ihm nicht aus seinem Elend befreien." sagte ich leise und ließ meinen Blick wieder auf den Geist schweifen. Was wusste er wirklich?
"Meine Anwesenheit wäre jetzt nur Gift in seiner Wunde." befand ich und nahm mir den Weinschlauch, der noch immer bei der Bank lang und nahm einen kleinen Schluck.
"Und auch wenn ihr mir bis ans Ende meiner Tage auf den Geist gehen mögt, es ändert nichts an der Tatsache."
Ich kannte seine Gefühle. Einst, vor so unendlich langer Zeit, hatte auch ich so gefühlt. Doch ich hatte glernt, damit zu Leben und er würde es auch.
(Wünsche eine Gute Nacht. und man liest sich)

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Re: Springbrunnen
von Samuel am 09.01.2015 00:14Etwas verärgert sah ich den Mann an, als er mich doch tatsächlich mit einem Stein bewarf und dieser glatt durch mich durch ging. Es war verdammt unangenehm, aber wenigstens hatte er nicht mit seinen Händen in meinem Kopf rumgefuchtelt. Einst war ich einem Geist begegnet, dem dies bereits passiert war. Er konnte kein gutes Wort darüber verlieren.
"Ich zeige mich euch, weil ihr zur Zeit der einzige in diesem Schloss seid, der nicht bei meinem Anblick in Ohnmacht fallen würde. Wisst ja. Tot. Geist und so...", erklärte ich und legte mich mit dem Rücken auf die Bank, "Ich bin hier, weil ich mir um jemanden Sorgen mache. Der kleine Prinz liegt betrunken auf seinem Bett. Voller Selbsthass und das konnte ich nicht lange auf sich beruhen lassen. Auch wenn es euch nicht gefällt darüber zu sprechen. Ich könnte ich ganz schnell zum Poltergeist werden und euch in den Tod jagen." Ich lachte etwas und verschränkte die Arme hinter meinem Kopf.
(Ich hau mich jetzt hin. Bis morgen und gute Nacht!)

Re: Springbrunnen
von Duncan am 08.01.2015 23:56Stumm hörte ich ihn zu. Er meinte also, ein Geist zu sein? Kurz dachte ich daran zu lachen, doch andererseits hatte ich schon viele Seltsame Dinge gesehen, von denen die meisten Leute noch nicht einmal wussten, das sie existierten. Und es war einfach, dies zu testen.
Ohne etwas zu sagen, nahm ich ein kleines Steinchen, das auf dem Brunnen lag und schnippte es nach ihm. Er prallte nicht an ihm ab.
Faszinierend!
Ich war einem Geist bisher noch nie begegnet. Aber es gab wohl für alles ein erstes mal.
Natürlich kannte ich einige Saagen und Legenden über sie, aber geglaubt hatte ich nie an sie. Aber ich ließ mich immer gern eines besseren Belehren.
Allerdings konnte ich mir für die Ewigkeit vieles vorstellen, das ich um einiges Lieber tun würde, als über dieses verdammte Schloss zu wachen. Aber jedem das seine.
"Deine Aufgabe in allen Ehren, wackerer Recke. Doch warum zeigt ihr euch mir? Gibt es nicht Sinnvoller Aufgaben für euch, als einem Fremden eure Aufwartung zu machen?"

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Re: Springbrunnen
von Samuel am 08.01.2015 23:46Ich nickte etwas. Sie hatte ihn angeheuert. Dann lachte ich leise. Es könnte problematisch werden mit der Königen höchstpersönlich zu reden. Immerhin war ich ein Geist eines längst verstorbenen.
"Ich gehörte einst zu diesen Narren.", antwortete ich ehrlich, "Also bin ich höchstens euch fremd." Ich lehnte mich etwas zurück und und sah kurz in den Himmel. "Was soll die Maskerade noch?", fragte ich mich selbst und sah zum Söldner, "Ich bin in dieser Rüstung gestorben und was ich hier tue ist eigentlich noch immer mein Beruf. Ich wache über die Bewohner dieses Schlosses.", gab ich der Wahrheit nach und wartete auf ein Lachen oder ähnliches.

Re: Springbrunnen
von Duncan am 08.01.2015 23:37Ja, das fragte ich mich auch langsam. Es gab hier nichts für mich zu tun.
"Die kleine Nymphenkönigin hat mich angeheuert." sagte ich ehrlich. Warum sollte ich mich auch deswegen Schämen?
"Es verlangte sie nach meinem Können und meinem Rat. Warum das so war, müsst ihr sie jedoch selbst fragen."
Abschätzend legte ich meinen Kopf schief und musterte ihn weiter. Irgendetwas gefiel mir nicht an ihm.
Etwas war sehr seltsam an diesem Burschen.
"Und was sind eure Angelegenheiten hier? Ihr tragt die Rüstung der Wache und doch gehört ihr nicht zu diesen Unfähigen Narren." Anders konnte man diese Idioten wirklich nicht mehr bezeichnen. Immerhin ließen sie jeden noch so dahergelaufenen Dämon hier herein. Noch eine Sache, die mich hier mehr als nur wütend machte.
"Also, Fremder. Was wünscht ihr hier zu erlangen?" fragte ich ihn noch einmal leise.

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Re: Springbrunnen
von Samuel am 08.01.2015 23:26"Ich bin kein Ser.", sagte ich und blickte ihn an. Mir war nicht entfallen, dass er mich genauer betrachtet hatte und nun war ich an der Reihe. Bevor er die Kapuze aufgesetzt hatte, hatte ich seine langen dunklen Haare gesehen, die Wunden in seinen Gesicht und das fehlende Ohr waren mir ebenfalls aufgefallen. Sein Gesicht wirkte kalt, abgehärtet und gleichte einem Mann, vor dem Eltern ihre Töchter warnten. Was fand mein Prinz nur an ihm?
"Darf ich euch fragen, was ihr hier verloren habt?", fragte ich direkt und scheute kein bisschen. Sollte er doch auf mich losgehen. Er würde über die Bank stolpern und im Gras landen. Zwar konnte er mich sehen, doch ich war nicht aus Fleisch, Blut und Knochen.




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