Gemach von Eskil
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Re: Gemach von Eskil
from Duncan on 07/22/2015 04:58 PMSchweigend saß der Krieger auf seinen Platz udn beobachtete, wie der junge Mann aus seinen wirren Träumen erwachte. Nur schwer konnten die Augen des Prinzen den Krieger in der Dunkelheit ausmachen.
Und doch, als der Blick des jungen Mannes sich auf ihn richtete, erwartete er dennoch erkannt zu werden. Doch dem war nicht so, dass bewieß ihm die Frage Eskils. Die goldenen Augen des Kriegers begannen mit einem mal, heller zu leuchten.
"Wer ich bin?" fragte er leise in die Dunkelheit hinein.
"Ich bin jener, welcher euch zuhörte. Jener der euch beschützte. Jener, der für euer und das Wohl eures Volkes bereit war zu sterben." antwortete er, ohne die Stimme zu erheben.
"Ihr wisst wer ich bin. Ein Name ist daher nicht weiter von Belang." fuhr er fort und das Glimmen seiner Augen nahm wieder ab.
"Und ihr, seit ihr Eskil, Prinz der Nymphen, jener der durchs Feuer ging, der Friedensbote, Freund der Orks und zukünftiger Herr über Elrea?" fragte nun der Krieger leise, ohne die Augen von dem jungen Mann abzuwenden.

Ich bin müde geworden. Meine Augen haben viel gesehen. Meine Ohren haben viel gehört. Ich gehe dorthin, wo ich alle wiedersehe, die ich gesucht habe
Re: Gemach von Eskil
from Cynthia on 07/22/2015 07:39 AMIch war ebenso eingeschlafen, ich war müde und erschöpft auch wenn es mir schwer viel doch meine Augen fielen mir einfach zu
Doch als Eskil unruhig wurde schlug ich sofort meine Augen auf und stand auf und ging zu ihm und setzte mich diesmal an seinen Bettrand und nahm wieder seine Hand und drückte sie fest
"sh .. es ist alles gut"
sagte ich nur leise zu ihm
Ich wusste nicht ob er mich hörte, von was er träumte und ob es gut oder schlecht war aber seine Unruhe entgang mir nicht und mein sohn brauchte jetzt viel Ruhe
Ich wollte ihm wieder vorsingen so wie ich es immer tat doch ich bekam einfach keinen Ton heraus als ich ihn so da liegen sah und Eskil war eben schon lange kein Kind mehr
Ich stieß nur ein müdes seufzen aus und lehnte mich an, hielt weiter seine Hand und wachte weiterhin über seinen unruhigen schlaf

"The Gods make foolish girls, so they have something to play with."
Re: Gemach von Eskil
from Eskil on 07/21/2015 10:13 PMEine Weile nachdem ich eingeschlafen war, wurde ich etwas unruhig, denn ich träumte.
Helle Flammen umgaben mich, verbrannten mich aber nicht. Ich war scheinbar alleine, doch dann tratt eine Gestalt in glänzender Rüstung zu mir. Erst dachte ich, es wäre Sam, doch dann erkannte ich Duncan. Ich war zunächst glücklich, doch dann verschwand er und die Flammen verschlangen mich.
Ich machte die Augen auf und mit schweren Liedern erkannte ich noch eine Gestalt. "Wer bist du?", fragte ich leise und versuchte mich aufzurichten.

Re: Gemach von Eskil
from Duncan on 07/21/2015 09:48 PMEs war dunkelste Nacht und das Gemach von Prinz Eskil lag in tiefem Schweigen gehüllt. Und doch war die schlafende Gestalt nicht allein in dem dunklen Zimmer
Auf dem Sessel, in dem noch vor wenigen Stunden die Mutter des Prinzen über ihren Verwundeten Sohn gewacht hatte, saß nun ein hochgewachsene, breitschultrige Gestalt. Sie trug eine Rüstung aus leuchtetem Silber und tiefem Schwarz und auf seinen Knien ruhte ein mächtiges Schwert, dessen Klinge mit seltsamen Runen verziert war.
Schweigend saß die Gestalt da. Der Blick seiner goldenen Augen, die von einem inneren Feuer beseelt zu glühen schienen, ruhte unverwandt auf die schlafende Person vor sich.
Nichts entging den wachsamen Blick des Wächters. Nicht die kleineste Regung blieb von ihm ungesehen und doch griff er nicht ein.
Ließ den Mann vor sich schlafen und wartete schweigend. Worauf, dass wussten nicht einmal die Götter.

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Re: Gemach von Eskil
from Cynthia on 07/21/2015 08:56 PM"Aufgegeben ...."
murmelte ich meinem sohn nur nach und war den Tränen nur noch näher
Ich bekam sein Verlangen nach einer Mahlzeit noch mit und mein sohn verfiel wieder in einen tiefen schlaf was man ihm nicht verübeln konnte, der Heiler hatte mich auch gewarnt das der Prinz nun viel Ruhe bleiben würde
Tränen liefen und ich fühlte mich schwach in diesem moment, ich wollte stark sein, für mein Kind doch es ging nicht und in diesem Moment hatte ich mir gewünscht das er es mir nie erzählt hätte, das er nie weggelaufen wäre und das ich Duncan nie auf diese dumme Reise geschickt hätte
Zitternd strich ich meinem sohn kurz über die schläfe bevor ich dann langsam aufstand und wackelig zur Tür lief, ich wollte mir eien Dienerin verlangen doch soweit kam es nicht, ich rutschte auf die knie und lies mich schließlich auf den Boden sinken und schnaufte durch
Es war zu viel und ich fragte mich in diesem Moment wie ich serafims rat umsetzen sollte

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Re: Gemach von Eskil
from Eskil on 07/21/2015 08:47 PMIch nickte leicht. Es zerriss mich, dass es die Wahrheit war. Wieder war mein Herz gebrochen. Warum verlierte ich nur immer die Männer, die ich liebte? Es war wie ein Fluch.
"Es war nicht seine Schuld.", flüsterte ich und gähnte leise. "Er hat nur gekämpft und schließlich aufgegeben."
Meine Augenlieder wurden schwer. "Ich bin müde. Würdest du mir eine Mahlzeit bringen lassen, wenn der nächste Morgen kommt?" Ihre Antwort bekam ich nicht mehr mit, sondern verfiel in einen Schlaf voller Dunkelheit.

Re: Gemach von Eskil
from Cynthia on 07/21/2015 08:29 PMIch ließ bereits seine Hand los als er erwähnte das er mich und Duncan an dem einen Abend gesehen hatte, wieso hatte ich das nicht gemerkt?
Doch das war auch noch nicht alles, er nahm auch noch meinen sohn mit zu dieser Reise zu den Orks die wohl wie sich herausstellte nicht ganz ungefährlich war und dann noch irgend ein Hexer von dem ich nie etwas gehört hatte
Als er über die Wrags sprach erinnerte mich an den Vorfall im Wald, was war mit diesen Wrags los? sie zeigten sich in letzter Zeit mehr und mehr in Elrea und griffen die Wesen an
Hatten die Orks sie nicht mehr unter Kontrolle oder was ging da oben in den Bergen vor
Ich wusste ich hätte mitkommen sollen
seine nächste Aussage riss mich aus den Gedanken und ließ mich erstarren und mein Gesichtsausdruck änderte sich auf einen Moment
Ich sah meinen sohn nur mit entgeistert und mit leeren Augen an
"Tot? ... Duncan ist tot?.."
fragte ich schließlich mit leiser stimme
Ich rutschte nur in meinem stuhl zurück sah entgeistert in den Raum, ich war geschockt, wie konnte man garnicht begreifen
Doch der schock hielt nicht lange an und Trauer überkam mich erneut und als ich meinen sohn so ansah, ich fühlte mich schuldig, für das was ich getan hatte und deswegen war es nicht mein recht um ihn zu weinen
Ich unterdrückte meine Tränen, nur eine fand einen Weg über meine Wange und ich biss die Zähne zusammen
Innerlich weinte, schreite und tobte ich
"Ich ..."
"Ich habe ihm gesagt .. bevor er ging .. er solle keine unnötigen Risiken eingehen ..er hat es mir versprochen"
brachte ich nur mit trauriger stimme hervor und konnte meinem sohn ebenso nicht in die Augen blicken

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Re: Gemach von Eskil
from Eskil on 07/21/2015 08:04 PMIch sah sie weiterhin an und versuchte meine Gedanken zu ordnen.
"Ich habe Euch und Duncan gesehen, am Abend bevor er losritt. Ich habe euer Gespräch belauscht und beschloss mit dem Söldner zu reisen. Ich war ihm gefolgt und irgendwann merkte er es. Doch als wir das Gebiet der Orks erreichten, wurden wir von diesen Wölfen angegriffen. Der Alpha verletzte Duncan und ich tötete das Tier, aber..." Ich musste schluchzen und konnte meine Mutter nicht in die Augen blicken. "Er ist tot... Der Hexer, der mit uns gereist ist, hat um uns ein Feuer angezündet und verschwand. Ich konnte mich und Duncan aus den Flammen bringen. Schließlich ließ ich die Leiche zurück und verhandelte mit der Herrscherin der Orks." Mein Stimme war leise und zwischendurch musste ich eine Pause machen, aber nun wusste sie alles.

Re: Gemach von Eskil
from Cynthia on 07/21/2015 07:21 PMIch ließ meinen sohn sofort los als er nur zittrig von sich gab das er durstig sei und flöste ihm schließlich durch einen Becher langsam Wasser ein, doch als ich sah wie gierig er es trank flöste ich es ihm doch schneller ein, bei seinem Zustand war es kein Wunder
Als ich den leeren Becher wegstellte und meine Tränen wegwischte, nahm ich schließlich zitternd die Hand von Eskil
"Wieso?"
kam es mir schließlich doch heraus
Ich wollte meinen sohn ruhen lassen doch auch er musste mich verstehen
"Wieso bist du weggelaufen? .. Was ist mit dir passiert?"
fragte ich ihn schließlich und sah ihm dabei starr in die Augen und ließ ihm keine Chance meinem Blick auszuweichen
"Eskil .. bitte sag es mir"
sagte ich schließlich noch
Ich hätte ihm noch hunderte von Fragen stellen können doch ich beließ es erstmal dabei ich wollte einfach wissen wieso und was passiert war

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Re: Gemach von Eskil
from Eskil on 07/21/2015 07:11 PMIch weinte noch mehr und ließ mich umarmen. Ich fühlte mich schlecht.
"Mutter.", kam es leise und zittrig von mir. "Durst."
Mehr bekam ich nicht heraus. Mein Hals war so trocken...
Es war schon meine Mutter zu sehen, auch wenn sie voller Sorge schien.




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