Gemach von Eskil
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Re: Gemach von Eskil
von Duncan am 06.01.2015 23:50Es war schon spät. Die Sonne war bereits am Versinken, als ich endliich das Schloss erreichte. Ich war über und über voller Blut doch das meiste davon stammte nicht von mir. Die Wchen des Schlosse warfen mir verstörte Blicke zu, als ich ins Schloss trat.
Doch sie behelligten mich nicht.
Eine Dienerin kam mir entgegen gerannt und ließ vor schrekc ihren Wassereimer fallen als sie mich sah.
"Hey, Weib! Gaff nicht so dumm und bring mir Wasser und ein paar Tücher!" fauchte ich sie gereizt an. und ging in die Stallungen, um nach meinem Freund zu sehen. Er stand still in seinem Gehege und ließ sich von meinem Gestank nicht beeindrucken. Jemand war so Lebensmüde gewesen, ihm Sattel und Zaumzeug abzunehmen. Ich tätschtele ihm die Nüstern und wartete, das mir die Dienerin endlich das Gewünschte brachte.
Als ich mich endlich hatte Waschen können, blickte ich mich in einem kleinen Spiegel an und zog mir saubere Kleidung über. Sie war genau so schwarz wie alles, was ich besaß. schnell zog ich noch meine Rüstung über und zog die Kapuze tief ins Gesicht, damit man mein Gesicht nicht sehen konnte. Der Kampf hatte auch dort seine Spuren hinterlassen. Doch es war mir einerlei. Ich war noch nie ein besonders schöner Mann gewesen. Doch meiner Herrin wollte ich lieber den Anblick ersparren.
Schweigend stieg ich die Stufen zu Eskils Gemach empor. Ich konnte die feine, liebliche Stimme meiner Herrin, die ihren Sohn wohl etwas vorsang. Schweigend verharrte ich kurz und lauschte.
Jedoch war der Befehl meiner Herrin gewesen, mich mit ihr in ihres Sohnes Räume zu treffen.
Wiederwillig klopfte ich liese gegen die Tür.

Ich bin müde geworden. Meine Augen haben viel gesehen. Meine Ohren haben viel gehört. Ich gehe dorthin, wo ich alle wiedersehe, die ich gesucht habe
Re: Gemach von Eskil
von Eskil am 06.01.2015 23:49Ich hörte irgendwann Lieder, die mir meine Mutter früher vorgesungen hatte, und wurde langsam wach. Ich hatte tierische Kopfschmerzen und alles dröhnte. Vorsichtig öffnete ich meine Augen einen Spalt und sah zu meine Mutter.
Ich konnte nicht richtig sehen, alles war noch leicht verschwommen für mich, doch ich meinte Traurer oder ähnliches in ihrer Stimme zu hören.
Leicht frückte ich ihre Hand und versuchte zu lächeln, ehe ich etwas gähnte und die Lieder meiner Augen schwer wurden.
Ich wusste nicht was geschehen war, doch ich schien in meinem Gemach zu sein, was mich beruhigte. Und so konnte ich vielleicht etwas schlafen.

Re: Gemach von Eskil
von Cynthia am 06.01.2015 23:34Ziemlich schnell kamen wir am Schloss an, die Wachen halfen mir sofort meinen Sohn in sein Gemach zu tragen und ich beauftragte eine davon nach seinem Pferd zu suchen
Ich befahl den Dienerinen nur ein paar Sachen zu bringen und mich dann mit meinem Sohn alleine zu lassen
Sorgsam reinigte ich und versorgte seine Wunde am Kopf und sprach dabei kein Wort
Er hatte einen harten Schlag abbekommen aber er wird wohl nur mit dieser Wunde davonkommen was mich innerlich beruhigte aber als ich ihn einfach so da liegen sah nahm ich seine Hand und blieb einfach sitzen
Ich dachte nicht daran ihn alleine zu lassen besonders nicht jetzt
Pflichten hin oder her
Ich fing nach einer Weile an ihm vorzusingen, Lieder die ich ihm früher oft vorgesungen habe als ich ihn zu bett bracht
Doch meine Stimme stockte irgendwann und klang heiser da ich den tränen nahe war doch ich sang einfach weiter

"The Gods make foolish girls, so they have something to play with."
Re: Gemach von Eskil
von Eskil am 03.01.2015 00:45Ich sah ihm noch eine Weile hinter her, unfähig mich zu bewegen oder zu sprechen. Doch irgendwann lächelte ich und atmete tief durch. Ich nahm mir einen langen schwarzen Umgang, legte ihn über meine Schultern und die Kapuze über mein Haupt, den Stoff tief in mein Gesicht gezogen. Unbemerkt schlich ich durch die Gänge und ging in die Richtung in der ich den Söldner vermutete. So leicht würde er mir nicht entkommen. Es war als hätte ich Blut geleckt und ich wollte mehr.

Re: Gemach von Eskil
von Duncan am 03.01.2015 00:15Sein Gefühlsausbruch erfreute mich.
//Endlich!// dachte ich und ein ehrliches Lächeln legte sich kurz auf meine Lippen.
"Du bist sehr Leidenschaftlich, mein Freund." sagte ich mit einem leisen Lachen in der Stimme.
"Es liegt mir fern, dir irgend etwas auszureden. Im Gegenteil."
Mit der Hand fuhr ich kurz durch sein braunes Haar. Ob es ihn noch mehr reizte oder nicht, war mir im Augenblick egal.
"Erhalte dir dieses Feuer! Diese Leidenschaft. Und an dem Tag, an dem ich das Schloß verlasse, werde ich dich mit mir nehmen, wenn du es noch willst." versprach ich ihm.
Der Schrei eines Raben ließ mich die Stirn runzeln und ich blickte hinaus in die Nacht.
"Es wird Zeit!" sagte ich leise und wandte mich wieder Eskil zu.
"Ich werde euch nun verlassen, Prinz Eskil." sagte ich an ihm gewandt. Nichts deudetete mehr auf die Vertraulichkeit hin.
"Die Nacht nähert sich ihrem Ende und ihr solltet euch bereits in friedlichem Schlaf befinden."
Ich deudete eine leichte Verbeugung an und wandte mich zur Tür. Dort hielt ich noch einmal kurz inne.
"Und solltest du keinen Angemessenen Trainingspartner finden, Eskil, werde ich mich gern zur Verfügung stellen. Doch sei gewarnt! Ich schone meine Gegner nie, egal wer sie sind oder was für Gründe es geben könnte!"
sagte ich über die Schulter und verließ wie ein Schatten das Gemach.

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Re: Gemach von Eskil
von Eskil am 03.01.2015 00:02Wieder schluckte ich etwas, sah ihn aber nach einer Mischung aus Ernst und leichter Furcht an. Ich sah ihn nicht an als er sprach, mir war aufgefallen das er mich nun dutzte. Es kam mir vor, als würde er sich teilweise über mich lustig machen und dies machte mich etwas wütend.
"Du denkst ich würde das nicht aushalten, zusammen knicken und weinen wie ein kleines Kind, das Heimweh hat?", fragte ich ihn und sah ihn mit gefährlich aufblitzenden Augen an. Zwar war ich 'schön', jedoch nahm ich es mir nicht meinen Mann zu stehen. "Ob es nun ernst klingt oder es dich auch wieder belustigt, ich habe immer wieder für ein paar Wochen das Essen verweigert oder mich Tage lang im Garten versteckt, bei Wind und Wetter. Kälte und Hunger machen mir nicht aus, ich kann mir, wenn es sein muss, die Hände schmutzig machen. Was andere, besonders Fremde, über mich denken, ist mir sehr egal. In diesem Schloss werde ich als Hure geschimpft, da wird es nicht schlimm sein gesichtslos zu sein.", erklärte ich ihm mit angespannter Stimme und blickte ihn wieder an. Ich würde alles auf mich nehmen um ein Teil von ihm zu sein, egal ob er mich für bereit hielt oder nicht.

Re: Gemach von Eskil
von Duncan am 02.01.2015 23:27Mein gesunder Mundwinkel zuckte und meine schwarzen Augen, die so oft mit Dämonen verglichen wurden, leuchteten bei seinen Worten belustigt.
"Gesagt ist viel, mein Freund." sagte ich und ließ ihn wieder los. Mir fiel gar nicht auf, das ich in das Vertraute Du gerutscht war.
"Du wirst viel lernen müssen. Auch Dinge, die dir nicht gefallen werden." sagte ich leise und trat einen Schritt zurück.
"Und auch wenn du dennoch wirklich mit mir kommen wirst, wird ein Leben mit mir nicht leicht sein." setzte ich fort.
"Du wirst auf der Straße leben und im Dreck schlafen. An manchen Tagen wirst du hungern. An anderen wird es dir so kalt sein, das dir Wärme wie ein Traum vorkommt." Kurz befeuchtete ich meine Lippen mit der Zungenspitze.
"Der ärmste Bauer wird auf dich hinab sehen, denn du bist an meiner Seite ein Verstoßener. Ein Heimatloser. Ein Verräter und Mörder." Und das waren noch die netten Bezeichnungen.
"Du wirst ein Gesichtsloser und ein Teil von mir. Ob du willst oder nicht." Er sollte ruhig wissen, worauf er sich dann einlassen würde.

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Re: Gemach von Eskil
von Eskil am 02.01.2015 23:07Mein Atem stockte als er mir näher kam. Ich hatte fast vergessen, dass meine Mutter ihn angeheuert hatte, vielleicht war es mir auch egal.
Als seine Finger mein Kinn so zärtlich berührten schluckte ich etwas und konnte nicht anders als ihn direkt anzusehen.
Ich nickte etwas. Ich wollte, sogar sehr. Der Gedanke ihn vielleicht nie wieder zu sehen, war etwas schmerzhaft, obwohl ich ihn noch nicht lange kannte. Doch er hatte etwas, was mich anzog und nicht nur in der einen Hinsicht.
"Ja", flüsterte ich, "solange ich bei euch bin." Nun gab es für mich kein zurück. Vielleicht hatte ich mich schon verliebt und das konnte gefährlich werden.

Re: Gemach von Eskil
von Duncan am 02.01.2015 22:46Meine linke Augenbraue wanderte ein stück nach oben.
"Ihr wollt mit mir kommen?" fragte ich ihn leise und stieß mich vom Fenstersims ab. Langsam ging ich auf den jungen Prinzen zu.
"Meine Angelegenheiten sind derzeit noch hier, mein junger Freund. Eure Mutter entlohnte mich fürstlich für meinen bescheidenen Dienst."
ganz dicht bei ihm blieb ich stehen.
"Noch ist sie meine Herrin. So lange dem so ist, werde ich nicht gehen." flüsterte ich leise und betrachtete ihn mir genau. Er war dem Knabenalter schon längst entwachsen und doch war er noch so unschuldig! Er hatte noch so viel über die Welt und ihren Bewohnern zu lernen!
"Doch wenn ich dann gehe, werde ich für sehr lange Zeit nicht mehr hier her zurück kehren. Vielleicht auch nie mehr."
flüsterte ich leise.
Fast zärtlich fuhr ich mit Daume und Zeigefinger unter seinem Kinn und drehte seinen Kopf so, das er mir direckt ins Gesicht sah.
"Wollt ihr es dennoch wagen und dann mit mir kommen?" flüsterte ich und sah ihn tief in die Augen

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Re: Gemach von Eskil
von Eskil am 02.01.2015 22:34Ein leichtes Lächeln legte sich auf mein Lippen. Mein Blick fiehl nach einer Weile wieder auf ihn, auch wenn es nur sein Spiegelbild war. Er fand mich schön? Nun, dass hatte ich zwar schon öfters gehört und es störte mich nicht, aber ich war immer noch ein Mann, egal ob Nymphe oder nicht, und ich fühlte mich dann irgendwie weiblich...
Aber wie dem auch war, hörte ich ihm zu. Seine Stimme und sein Blick lösten eine leichte Gähnsehaut bei mir aus und ich kam mir wie ein naives Mädchen vor.
"Erkennen wer ich bin.", wiederholte ich leise und drehte mich langsam zu ihm um. Wie konnte ich erkennen wer ich war, wenn ich in diesem Schloss fest steckte. Das einzige was ich hier in mir erkannte, war der junge Prinz.
"Sagt. Würdet ihr... mich vielleicht einmal mitnehmen?", fragte ich ihn und sah unsicher weg, "Auf einer euer Reisen. Das Leben hier bringt mir nicht viel und ich möchte etwas erleben, mehr erfahren über meinen Willen und mich selbst."




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